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Allgemein, Bergkirchweih

Bergkirchweih: Mehr und mehr Gewalt

Am 9. Tag empfang der Berg seine Besucher mit Sonnenschein und Temperaturen bis 31 Grad. Bis zum Abend füllte sich das Festgelände fast vollständig. Die Stimmung war ausgelassen.

Aus polizeilicher Sicht waren jedoch einige Einsätze mit Veranstaltungsbezug zu verzeichnen:

Am späten Nachmittag gerieten zwei Brüder in der Haagstraße in Streit. Ein 26-jähriger Student und ein 19-jähriger Arbeiter, beide aus Neuhof, gingen mit Fäusten aufeinander los. Die herbeigerufene Polizei konnte die beiden zwar trennen, aber den Familienfrieden vor Ort nicht wieder herstellen. Gegen beide Kontrahenten wurden Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Der 19-Jährige wurde aufgrund seiner erlittenen Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Brüder waren jeweils mit über einem Promille alkoholisiert.

Ein 22-jähriger Student aus Erlangen bekam vom Sicherheitsdienst eines Bierkellers kurz vor Schankende ein Hausverbot ausgesprochen. Nach kurzer Zeit betrat der Aggressor wieder den Keller. Der unbelehrbare Besucher wurde in der Folge von der Polizei des Berggeländes verweisen. Der junge Mann wird wegen Hausfriedensbruchs zur Anzeige gebracht.

Einer 32-jährigen Bergbesucherin aus Höchstadt/Aisch wurde die Geldbörse spätabends in der Bergstraße im Getümmel von einem Unbekannten entwendet. Ermittlungen wegen Taschendiebstahls wurden eingeleitet. In diesem Zusammenhang wird von der Polizei abermals auf die sichere Verwahrung von Wertgegenständen in Menschenmengen hingewiesen. Es wird geraten nur das Nötigste beim Bergbesuch mitzuführen.

Mit Ende der Feierlichkeiten am Berggelände verzeichnete die Polizei zwei größere Vorfälle:

Gegen 22.30 Uhr gerieten auf dem Fußweg vom Bürgermeistersteg in Richtung Festgelände zwei Jugendgruppen aneinander. Nach einem anfänglichen Wortgefecht entwickelte sich der Streit laut Zeugenberichten zu einer größeren Schlägerei, in der bis zu 20 Personen involviert waren. Bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeistreifen, entfernte sich eine der beteiligten Gruppen – die Fahndung nach den Tätern läuft. Drei 16-Jährige wurden bei der Auseinandersetzung leicht verletzt. Sie klagten über diverse Schürf- und Platzwunden. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Hintergründe der Tat sind bislang nicht bekannt. In diesem Zusammenhang wird nach weiteren Zeugen gesucht. Erste Hinweise werden von der Polizeiinspektion Erlangen telefonisch unter 09131/760-114 entgegengenommen.

Um kurz vor Mitternacht kam es auf dem Berg zu einem unglücklichen Zwischenfall. Ein 56- jähriger Festbesucher aus Karlstadt geriet mit dem Personal eines Kellers in Streit. Als der Mann den Anweisungen der Bediensteten nicht Folge leisten wollte und nach einem Hausverbot weiterhin auf dem Bierkeller verweilte, stieß ihn ein Mitarbeiter in Richtung Ausgang. Der 56-Jährige stürzte daraufhin derart unglücklich auf dem Kopf, dass er sich schwere Verletzungen zuzog. Der Besucher wurde mir dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. Nach letzten ärztlichen Diagnosen zog sich der Gestürzte eine Gehirnerschütterung zu. Gegen einen 46-jährigen Angestellten wurde ein Strafverfahren wegen eines Körperverletzungsdelikts eingeleitet.

Während der After-Berg-Feiern in der Innenstadt registrierte die Polizei abermals diverse Auseinandersetzungen. Insgesamt waren bei den Nachfeiern fünf vorsätzlich begangene Körperverletzungen zu verzeichnen.

Diese verliefen immer nach dem gleichen Muster. Zwei Angetrunkene gerieten zunächst verbal in Streit und einer der Kontrahenten setzte dann verbotene Mittel ein. Es kam zu Faustschlägen gegen die Opfer. Die Konfrontationen verliefen allesamt glimpflich. Die Geschädigten erlitten leichtere Verletzungen. Die Täter sind in allen Fällen bekannt. Sie müssen nun mit den strafrechtlichen Konsequenzen wegen des Vergehens der Körperverletzung rechnen. Der Alkohol spielte bei den Auseinandersetzungen eine gewichtige Rolle. Der gemessene Spitzenwert eines Beteiligten bescheinigte einen Wert von 2,3 Promille.

Bei mehreren verbalen Streitigkeiten konnte die präsente Polizei eingreifen und die Gemüter besänftigen. In einigen Fällen wurde den Beteiligten geraten den Heimweg anzutreten.

Auch kommt es zur Bergzeit vermehrt zu Fahrraddiebstählen im Innenstadtbereich. Beamte einer Zivileinheit beobachten um 4.30 Uhr einen 20-Jährigen aus Oberfranken, der ein unversperrtes Rad an sich nahm. Der junge Mann wurde am Wegfahren gehindert. Den Diebstahl räumte der Heranwachsende ein – er war zu bequem für den anstehenden Fußweg zu seiner Unterkunft. Der 20-Jährige wird wegen Diebstahl zu Anzeige gebracht. Auch in diesem Zusammenhang ergeht seitens der Polizei erneut der Hinweis an Fahrradbesitzer die Gefährte gegen Wegnahme entsprechend zu sichern und Räder nicht unversperrt abzustellen.

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