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Allgemein, Bergkirchweih

Vierter Bergtag mit viel Gewalt

Der 4. Bergtag, der Pfingstsonntag, startete mit dem traditionellen Frühschoppen. Dazu strahlte die Sonne von Tagesbeginn an. Dies zog die Massen förmlich an.

Schon gegen 13:00 Uhr war nahezu jeder Platz im Kellerbereich besetzt. Auch die Schausteller zeigten sich sehr erfreut ob des großen Zustroms an Besuchern. Am Abend war der Berg mit ca. 90 Prozent gut ausgelastet. Ein zwischenzeitlicher Regenschauer verhinderte wahrscheinlich die Vollauslastung.

Zwei Besuchern wurde der Frühschoppen zum Verhängnis. Anscheinend unterschätzten sie das warme Wetter und das starke Bier. Die beiden Männer im Alter von 24 bzw. 32 Jahren aus dem Landkreis Forchheim pöbelten zur Mittagszeit andere Besucher an, schwankten in den Bereich der Fahrgeschäfte und gefährdeten sich auch damit selbst. Nachdem die zwei Männer die Platzverweise der Beamten mehrfach ignorierten, wurde sie in Gewahrsam genommen. Der verständigte Richter ordnete die Unterbringung in einer Arrestzelle bis zur Ausnüchterung an. Einer der Herren beleidigte während des Vorfalls die Polizisten verbal. Eine Strafanzeige wegen Beamtenbeleidigung ist die Folge.

Auch am Pfingstsonntag registriere die Polizei auf dem Festgelände diverse Auseinandersetzungen.

Dabei kam es erneut zu einem Schlag mit dem Maßkrug. Ein 28-Jähriger wurde nach einer Attacke mit dem Krug im Gesicht verletzt. Das Opfer musste aufgrund einer Platzwunde an der Stirn noch am Berggelände ärztlich behandelt werden. Der Tathergang ist derzeit noch unklar – die Suche nach dem Schläger läuft. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wurde bereits eingeleitet.

Weitere kleinere Streitigkeiten verliefen glimpflich. Am Ende wurden alle Beteiligten von den Bergpolizisten des Festgeländes verwiesen.

Der Alkohol spielte bei den vorangegangen Reibereien eine gewichtige Rolle. Die Betroffenen waren allesamt alkoholisiert – der gemessene Spitzenwert lag bei annähernd 2,5 Promille.

Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bemerkten gegen 16 Uhr auf einem Bierkeller einen 20- jährigen Mann, der eine Haschzigarette rauchte. Die hinzugezogenen Polizisten nahmen den angerauchten Joint in Beschlag. Den jungen Mann aus Berlin erwartete ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Ein 52-jähriger „Fußballfan“ aus Fürth verklebte mit Stickern mehrere Verkehrszeichen. Er wurde dabei von zivilen Einsatzkräften beobachtet. Der Mann musste seine Hinterlassenschaften entfernen – seine restlichen Aufkleber wurden sichergestellt. Ein Bußgeldverfahren wurde eingeleitet.

Die Feierlichkeiten im Stadtzentrum verliefen ausgelassen, jedoch nicht immer ohne Zwischenfälle.

Vor einer Bar kam es gegen 1.30 Uhr zum verbalen Schlaghabtausch zwischen zwei Pärchen. Ein 20-jähigre Erlanger setzte dabei auch seine Fäuste ein. Ein 28-jähriger aus Herzogenaurach erlitt in Folge der Schläge eine Kopfplatzwunde und musste in ein Krankenhaus verbracht werden. Die Beteiligten waren durchweg alkoholisiert. Den Schläger erwartete ein Strafverfahren wegen Körperverletzung.

Einen weiteren Faustkampf lieferten sich zwei Diskobesucher um kurz vor 3 Uhr. Ein 20 Jahre alter Mann schlug dabei seinen Kontrahenten nieder. Der Geschädigte schlug mit dem Kopf auf dem Asphalt auf und zog sich eine Platzwunde im Gesicht zu. Der Schläger flüchtete zunächst, wurde jedoch zwischenzeitlich ermittelt. Auch bei dieser Auseinandersetzung war Alkohol im Spiel. Der Heranwachsende wird wegen vorsätzlicher Körperverletzung zur Anzeige gebracht.

Um 4.30 Uhr gerieten in der Hauptstraße zwei Männer aneinander. Ein 23-jähriger Erlanger zerschlug im Verlauf der Auseinandersetzung eine Glasflasche und wollte damit seinen Gegner attackieren. Aufmerksame Polizisten schritten ein und konnten den 23-Jährigen überwältigen. Das Opfer wurde nicht verletzt. Der Täter hatte ordentlich getankt. Der festgestellte Atemalkoholwert lag bei knapp 1,4 Promille. Gegen den Erlanger wird wegen des Versuchs der gefährlichen Körperverletzung Strafanzeige erstattet.

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