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Allgemein, Kommunales, Umwelt

Erlangen erklärt Klimanotstand

Als erste Stadt in Bayern hat Erlangen am Mittwoch den Klimanotstand erklärt. Mit dem Beschluss hat der Stadtrat mit großer Mehrheit die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität anerkannt. Das Ratsgremium kommt damit einer Aufforderung der Bürgerversammlung im März nach. Der Klimanotstand wurde bisher von einigen Städten wie Los Angeles, London, Konstanz und Kiel ausgerufen. Auch das britische Parlament hat sich als erstes Land weltweit für die Ausrufung des Klimanotstands ausgesprochen.

Der Erlanger Stadtrat wird künftig bei seinen Beschlüssen die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit besonders berücksichtigen. Wo immer möglich, sollen die Maßnahmen priorisiert werden, die den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen.

Um abschätzen zu können, was die Erreichung des 1,5 Grad-Ziels für die Stadt Erlangen mit den Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Infrastruktureinrichtungen sowie für Bürger konkret bedeutet, wird eine externe Studie in Auftrag gegeben. Sie soll aufzeigen, bis wann die CO2-Neutralität erreicht sein muss, um die 1,5 Grad Erwärmung nicht zu überschreiten und welche Maßnahmen in Erlangen notwendig sind, um die not- wendige Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen.

Die weiteren konkreten Forderungen, welche die Bürgerversammlung auf Antrag von „Fridays for Future“ beschlossen hat, werden von der Verwaltung derzeit mit hoher Priorität geprüft. Das Ergebnis soll vor einem Stadtratsbeschluss in einem Informations- bzw. Beteiligungsformat vorgestellt werden. Für den Herbst/Winter 2019 ist die Durchführung einer (Schüler-)Klimakonferenz geplant, die gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern von „Fridays for Future“ organisiert werden soll.

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