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Desaster: Staatliches Bauamt zieht Reissleine für größten staatlichen Klinikbau Bayerns

“Bei einem modernen Klinikum brauchen wir beste Arbeitsbedingungen. Die hygienischen Anforderungen sind extrem hoch – die klimatischen Bedingungen müssen perfekt sein.” Das sagte heute der Leiter des Staatlichen Bauamts Erlangen-Nürnberg, Dieter Maußner, anlässlich der Kündigung des Ingenieurbüros für die HLS-Planung.

Die Zusammenarbeit mit dem Planer wurde aufgelöst, da das Büro die geforderte Leistung für den Neubau des Universitätsklinikums Erlangen nicht erbringen konnte.

Das Bauamt schreibt die Leistungen nun in einem entsprechenden Vergabeverfahren neu aus. “Der Projektverlauf verzögert sich um rund zwei Jahre. Hätten wir allerdings mit dem mangelhaft arbeitenden Büro weitergearbeitet, wäre der Bau zum Stillstand gekommen”, so Maußner weiter.

Wie Maußner weiter mitteilte, habe trotz mehrmaligen Aufforderungen der HLS-Planer die Leistung weder vertragsgerecht und noch termingerecht geliefert. Die Kündigung wurde deshalb Mitte November 2018 ausgesprochen. Gemäß Vergaberecht hat das Bauamt eine europaweite Ausschreibung für die Planungsleistungen in die Wege geleitet. Der neue Auftragnehmer wird, nach einer Einarbeitungszeit, die Ausführungsplanung für den technischen Ausbau fertigstellen. Die übrigen Arbeiten im Bereich Dach und Fassade sowie Freianlagen und der nichttechnische Ausbau

werden so weit wie möglich fortgeführt.

Im Dezember 2015 begannen die Bauarbeiten für den Neubau des OPZentrums

Erlangen. Bei der Maßnahme handelt es sich um das größte derzeit in Ausführung befindliche staatliche Klinikbauprojekt in Bayern. Die bauliche Fertigstellung war ursprünglich für 2021 geplant. Die bauliche Ausführung verlief bis zu den Sommermonaten 2018 planmäßig, auch wenn hier bereits Defizite insbesondere in der Leistungserbringung des mit der Technischen Gebäudeausrüstung (Heizung, Lüftung, Sanitär) beauftragten Ingenieurbüros offenkundig wurden, die einen ersten Terminverzug von rund sieben Monaten verursachten.

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