//
du liest...
Freizeit, Gesundheit

Vorsicht bei Kürbissen & Zuccini aus Privatanbau – Vergiftungsgefahr!

„Sie wollte eine leichte Gemüsesuppe kochen, doch ein kleines Stück Zucchini hat Elke Frahm einen dreitägigen Aufenthalt im Krankenhaus beschert. Diagnose: Cucurbitacin-Vergiftung.“ Quelle: stern.de

Bund und Länder warnen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnte bereits 2015 nach einem gemeldeten Vergiftungsfall mit Todesfolge vor dem Verzehr bitterer Zuccini aus privatem Anbau. Auch die mit den Zuccini botanisch verwandten Kürbisse aus der Gattung der Curcurbitaceaen wirken gesundheitsgefährdend, wenn sie einen bitteren Geschmack aufweisen.

Es wird unbedingt dazu geraten, das rohe Gemüse vor der Zubereitung zu kosten – falls es bitter schmeckt sollte es weder roh noch gekocht verwendet werden.

Für den bitteren Geschmack sind die natürlich enthaltenen Bitterstoffe Curcurbitacine verantwortlich, die aus den kultivierten, handelsüblichen Sorten weitestgehend herausgezüchtet worden sind. Durch private Rückkreuzungen mit stark cucurbitacinhaltigen Zierkürbissen könnten wieder Zuccini- oder Kürbissamen mit hohen Anteilen an Curcurbitacinen entstehen.

Die Aussaat handelsüblicher Samen gilt als unbedenklich.

Die darmschädigenden Curcurbitacine können sich in unterschiedlich hohen Mengen in unkultivierten Gewächsen anreichern – die Anreicherung ist bestimmten Schwankungen unterworfen. Dazu zählt man beispielsweise das Entwicklungsstadium der Frucht oder die klimatischen und ökologischen Standortbedingungen.

Die Bitterstoffe im Gemüse lösen in der Regel nach dem Verzehr leichtere Beschwerden im Verdauungstrakt aus. Sie führen zu Symptomen wie Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen, die in einigen Fällen auch mehrere Tage andauern können.

Der BfR berichtet, das in den letzten 24 Jahren keine Vergiftungen durch Zuccini oder Kürbisse gemeldet wurden, dennoch warnt das bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seit August 2015 vor dem Verzehr des bitteren Gemüses. In Bayern sind erstmalig neben Durchfallerkrankungen auch schwerwiegende Vergiftungen aufgetreten.

Die Giftinformationszentren führen jährlich etwa 60 bis 70 Beratungen nach dem Verzehr der mit Curcurbitacine angereicherten Gemüse durch. Experten gehen davon aus, das möglicherweise Menschen mit eingeschränktem Geschmacksempfinden gefährdet sind, unbemerkt toxische Mengen aufzunehmen.

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Folge uns auf Twitter

%d Bloggern gefällt das: