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Allgemein, Schleuse

Beweissicherung an Wohnbauten und Anlagen in Erlangen und Kriegenbrunn

Das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) startet ab sofort die Beweissicherung an Wohngebäuden und Anlagen zur späteren Schadensfeststellung

Bevor die großen Baustellen für den Neubau der Schleusen Kriegenbrunn und Erlangen ihre Arbeit aufnehmen, führt das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg (WNA) eine Beweissicherung an allen benachbarten Bauten durch. Damit wird der Zustand der Gebäude vor den Bauarbeiten dokumentiert. Die betroffenen Eigentümer werden zurzeit hierüber informiert.

Im ersten Schritt werden zurzeit die Eigentümer der Häuser und Objekte darüber in Kenntnis gesetzt, ob deren aktueller Zustand vor Beginn des Schleusenneubaus dokumentiert werden soll. Wenn Anwohner wissen wollen, ob ihr Haus dazu gehört, können sie sich an das WNA wenden.

Ein entsprechendes Kontaktformular finden sie auf den Webseiten www.schleuse-kriegenbrunn.wsv.de und www.schleuse-erlangen.wsv.de.

Voraussichtlich gegen Ende des Jahres werden die betreffenden Häuser dann durch den Gutachter von außen und innen genau inspiziert. Dabei werden vorhandene Risse, Abplatzungen, Feuchtigkeitsflecken etc. aufgenommen und als Beweis gesichert. Damit wird der Gebäudezustand vor den Bauarbeiten dokumentiert.

Große Bauarbeiten wie der Bau einer Schleuse können Schäden an umliegenden Gebäuden verursachen durch Erschütterungen oder auch Veränderungen des Grundwassers. Im Interesse der Eigentümer führt das WNA daher vor Baubeginn eine Ursprungsbeweissicherung durch, um die  durch Bauarbeiten verursachten Schäden genau zu ermitteln und zuordnen zu können. Mit der Beweissicherung beauftragt wurde ein unabhängiger und staatlich anerkannter Gutachter.

Doch nicht nur vor, auch während des Baus wird der Zustand der Gebäude im Rahmen der Beweissicherung weiter protokolliert, um einen vollständigen Vorher-Nachher-Vergleich zu erhalten. Vorhandene Bauschäden können sich während der Bauarbeiten vergrößern, neue Schäden können entstehen. Bereits vorhandene Schäden wie Risse werden mittels Rissmonitor oder Gipsmarke überwacht. Welche Risse das sind, wird vom Gutachter festgelegt. Entsteht ein Schaden, wird genau untersucht, was die Ursache gewesen ist.

Um zu verhindern, dass überhaupt Schäden entstehen, werden Messungen während der Bauarbeiten durchgeführt. Sie sollen sicherstellen, dass die durch die Bauarbeiten verursachten Erschütterungen die zulässigen Grenzwerte nicht überschreiten und damit keine Schäden verursachen können. Auch der Grundwasserstand wird im Umfeld der Baustelle genau überwacht.

Nicht nur Gebäude, auch Außenanlagen werden besichtigt und dokumentiert. So wurden zur Vorbereitung der Beweissicherung alle Bauten wie Wohngebäude, Gewerbebauten oder Masten, bei denen Schädigungen durch die Bauarbeiten entstehen können, ermittelt. Dann wurden diese Bauten nach ihrer Sensibilität beurteilt: Zu den besonders empfindlichen Bauwerken zählen Wohnbauten und Masten, zu den weniger empfindlichen Bauten gehören Nebengebäude wie Garagen.

Zu Stand und Hintergrund der Schleusenneubauplanung: Die Schleusen Kriegenbrunn und Erlangen, beide am Main-Donau-Kanal in der Nähe der Stadt Erlangen gelegen, weisen gravierende Schäden auf und müssen deshalb in den nächsten Jahren durch Neubauten ersetzt werden. Zuständig für die Planung und Umsetzung ist das Wasserstraßen-Neubauamt in Aschaffenburg. Seit 2015 läuft das Planfeststellungsverfahren. Wenn der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig vorliegt, kann mit der Ausschreibung der Baumaßnahmen begonnen werden. Dies wird für die Schleuse Kriegenbrunn voraussichtlich 2018, für die Schleuse Erlangen voraussichtlich 2019 der Fall sein. Der Neubau könnte dann 2019/2020 beginnen.

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