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Berg-Bilanz des Pfingstwochenendes

Am Freitag herrschte bei sommerlichen Temperaturen dichter Besucherandrang auf dem Festgelände. Die Stimmung war ausgelassen, fröhlich und grundsätzlich friedlich.

Die Einsatzkräfte der Berg-Sonderwache mussten lediglich ein Körperverletzungsdelikt aufnehmen. Im Bereich der Fahrgeschäfte schlug ein leicht alkoholisierter 16-Jähriger einem Gleichaltrigen Jungen mit der Faust ins Gesicht.

Allerdings fielen im Bereich des Festgeländes zwei erheblich alkoholisierte Jugendliche (14 und 15 Jahre) auf. Der 15-Jährige musste mit Verdacht auf eine Alkoholvergiftung vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert werden. Der 14-jähhrige Bursche wurde in Gewahrsam genommen und seinen Eltern überstellt.

Erfreulicher Weise konnte der Diebstahl einer Handtasche vom Vortag aufgeklärt werden. Ein junger Mann lieferte die, als gestohlen gemeldete, Tasche bei der Polizei ab. Er hatte diese an einem Fahrgeschäft an sich genommen, da er sie mit der Handtasche seiner Freundin verwechselte.

Auch nach Bergende verliefen die Feiern in der Innenstadt aus polizeilicher Sicht  überwiegend reibungslos.

Bedauerlicherweise zeigten sich einige Verkehrsteilnehmer nach dem Festbesuch uneinsichtig und machten sich alkoholisiert mit Auto oder Fahrrad auf dem Nachhauseweg. Die Alkoholwerte lagen zwischen 1,64 und 1,86 Promille. Ein 23-jähriger Pkw-Fahrer wurde mit 1,8 Promille aus dem Verkehr gezogen. Zudem stand der Mann noch unter Einfluss von Betäubungsmitteln.

Am Samstag strömten bereits in den frühen Nachmittagsstunden viele Besucher dem Berg entgegen, die sich auch von einem kurzen Regenschauer nicht abhalten ließen.

Beamte der Berg-Wache mussten die Sicherheitskräfte bei den Einlasskontrollen unterstützen, da diese einem stark alkoholisierten Mann den Zutritt verweigerten. Erst nach einer längeren Diskussion mit den Polizeibeamten begab sich der abgewiesene Besucher wieder zurück in sein Hotel.

Insgesamt ereigneten sich am Samstag auf dem Bergkirchweihgelände fünf Körperverletzungsdelikte unter den Festbesuchern. In einem Fall gerieten zwei Männer in Streit, wobei sie zunächst mit Fäusten aufeinander einschlugen. Im Verlauf der Auseinandersetzung ergriff der jüngere der Beiden einen Stuhl und schlug damit auf seinen Kontrahenten ein.

Gegen Bergende beschäftige eine 26-jährige Festbesucherin aus dem Landkreis Neustadt a. d. Aisch / Bad Windsheim die Einsatzkräfte. Zunächst versuchte der Sicherheitsdienst die Dame aus einem Festzelt zu verweisen, da sie offenkundig unter Drogeneinfluss stand. Als die Frau dem Hausverbot nicht nachkam, mussten Polizeikräfte einschreiten. Diese wurde sogleich von der 26-Jährigen mit diversen Schimpfwörtern beleidigt. Einen der Beamten biss die Frau in den Finger. Schließlich wurde die Frau in eine Klinik eingewiesen. Zudem wurde der Dame ein Betretungsverbot für die Bergkirchweih ausgesprochen.

Auch in der Innenstadt mussten die Polizeikräfte nach Bergende mehrmals bei Auseinandersetzungen eingreifen. So wurde u. a. ein 33-jähriger Gast einer Kneipe von einem bislang unbekannten Täter mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Unbekannte war mit einer Gruppe unterwegs, die dort einen Junggesellenabschied feierten.

Mit 2,44 Promille schlug ein junger Mann im Bereich der Hauptstraße auf dem Nachhauseweg einem Festbesucher aus München unvermittelt ins Gesicht. Der Angreifer wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Von  Einsatzkräften konnten vier Männer bei Sachbeschädigungen beobachtet werden. In der Palmsanlage trat ein alkoholisierter (1,6 Promille) junger Mann den Außenspiegel eines Autos ab. Mit 2,48 Promille schlug ein Festbesucher aus Paderborn mit einem Maßkrug gegen einen geparkten Pkw und beschädigte diesen.

Leider mussten die Polizeibeamten auch am dritten Bergtag wiederum fünf erheblich alkoholisierte Radfahrer mit Werten bis zu 1,96 Promille aus dem Verkehr ziehen.

Außerdem kam es zu zahlreichen Anzeigen gegen „Wildpinkler“, die es offenbar nicht mehr schafften eine Toilette aufzusuchen.

Mit Regeschirmen ausgerüstet ließen es sich viele Menschen nicht nehmen trotz der regnerischen Witterung am Sontag zum Frühschoppen auf den „Berch“ zu ziehen. Die überdachten Sitzplätze waren schnell besetzt.

Als sich das Wetter besserte, nahm der Besucherzustrom bis in den Abendstunden zu, sodass im Bereich der Keller gegen 21:30 Uhr von den Verantwortlichen eine Ableitung der Besucherströme eingerichtet werden musste.

Trotz der hohen Besucherzahlen ging es auf dem Festgelände sowie in der Innenstadt friedlich zu. Die Polizei verzeichnete lediglich drei Körperverletzungen (1 x Festgelände / 2 x Innenstadt) bei denen keiner der Beteiligten ernsthafter verletzt wurde.

Ein 22-jähriger Mann aus dem Landkreis Neustadt a. d. Aisch konnte von Einsatzkräften festgenommen werden, nachdem er mehrere Frauen unsittlich begrapschte.

Insgesamt kam es während des laufenden Festbetriebes zu fünf ähnlich gelagerten Übergriffen auf Frauen.

Uneinsichtig zeigte sich ein Festbesucher aus dem Landkreis Fürth. Ihm wurde aufgrund seiner starken Alkoholisierung (2,48 Promille) der Zutritt zum Festgelände untersagt.

Etwa eine Stunde später fiel der Mann auf, wie er in der Rathsberger Straße gegen ein vorbeifahrendes Auto trat. Der Mann wurde schließlich in Gewahrsam genommen und am späten Abend von seiner Ehefrau abgeholt.

Bedauerlicherweise ereigneten sich am Pfingstsonntag auf dem Festgelände zwei Unfälle bei denen drei Personen schwerer verletzt wurden.

Eine Frau wurde von einem zusammenbrechenden Biertisch am Hinterkopf getroffen, als sie etwas vom Boden aufheben wollte. Der Rettungsdienst brachte die Frau in eine Klinik.

Erhebliche Verbrennungen erlitten zwei Beschäftigte eines Imbissstandes. Einer der beiden wollte einen Eimer mit heißem Fett entsorgen und verschüttete dies dabei.  Hierbei zogen sich der 24-jährige Mann selbst sowie eine weitere Mitarbeiterin schwere Verbrennungen zu.

Im Fazit blickt die Polizei auf einen friedlichen Festverlauf während des Pfingstwochenendes zurück. Sowohl die Anzahl der gemeldeten Taschen- und Handtaschendiebstählen als auch die registrierten Körperverletzungsdelikte liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Erfreulicherweise zeigten  sich die Festbesucher gegenüber den Sicherheitskräften, die aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage deutlich verstärkt wurden, überaus freundlich und dankten ihnen für ihre Arbeit.

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