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Ruhiger Bergauftakt

Bei herrlichem Sonnenschein wurde die 262. Bergkirchweih durch OB Dr. Florian Janik am sogenannten „T“ eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt war das Festgelände bereits gut besucht; die Bierkeller waren zu rund 70 % ausgelastet.
 Am Nachmittag ab 14:00 Uhr versammelten sich an verschiedenen Örtlichkeiten im Stadtgebiet rund 2.000 Jugendliche und junge Erwachsene, um den inzwischen traditionellen „Kastenlauf“ durchzuführen. Diese Ansammlungen wurden durch die Erlanger Polizei betreut, um für einen geordneten Ablauf zu sorgen und die Behinderungen – insbesondere im Bereich des Wiesenweges bzw. in der Langen Zeile – nach Möglichkeit in Grenzen zu halten. Die Stimmung der Feiernden war ausgelassen und es kam nur zu geringfügigen Störungen an den Sammelorten.  

Im Bereich des Wiesenweges fuhren nahezu zeitgleich ein Rollstuhlfahrer und ein Radfahrer in Glasscherben, sodass sie anschließend einen „Platten“ beklagen mussten. Durch die Stadtreinigung wurde die Fahrbahn jedoch schnell gesäubert.

Gegen 17:00 Uhr zog der Großteil der Feierenden friedlich auf den „Berg“, um dort in ausgelassener Stimmung den Flair des „Berges“ zu genießen. Lediglich in der Spardorfer Straße musste eine 16-Jährige aus dem Landkreis dem Rettungsdienst übergeben werden, nachdem sie desorientiert mit rund 2,10 Promille auf dem Gehweg liegend durch Polizeibeamte aufgefunden wurde.

Erstmals wurden am Berggelände Zugangs- und Taschenkontrollen durchgeführt. Diese Kontrollen wurden von den Besuchern akzeptiert und die Überprüfungen verliefen völlig reibungslos. Um die Wartezeiten an der Bergstraße zu verkürzen wurden insgesamt drei „Kontrollstraßen“ eingerichtet, sodass es hier zu keinen bzw. nur zu kurzen Behinderungen kam. Viele Besucher hatten sich auch schon auf die Kontrollen eingerichtet und führten keine Taschen oder Rucksäcke mit. Die überwiegende Anzahl der Bergbesucher hießen die Kontrollen für notwendig und deren Durchführung für gut.

 Die Stimmung war sowohl am Berggelände als auch bei den anschließenden Nachfeiern in der Innenstadt sehr ausgelassen und insgesamt friedvoll. Durch die eingesetzten Kräfte mussten in der Nacht lediglich zwei Körperverletzungen aufgenommen werden. In einem Fall wurde ein 27-jähriger Besucher des Berges aus Köln zunächst Opfer eines Diebstahls, da ein bislang unbekannter Täter sein Handy gestohlen hatte, als er stark alkoholisiert in der Nürnberger Straße auf dem Gehweg eingeschlafen war. Nachdem der 27-Jährige aufwachte, verdächtigte er einen bislang unbekannten Mann der Tat und verfolgte diesen in der Fußgängerzone. Offensichtlich vergriff er sich dabei auch im Ton und der bislang unbekannte Mann versuchte den 27-Jährigen ins Gesicht zu schlagen. Anschließend flüchtete der unbekannte Täter. Der zweiten Körperverletzung ging ein verbaler Streit zwischen einem Pärchen in der Nordstadt voraus. Nachdem eine 19-jährige Erlangerin stark alkoholisiert nach dem Bergbesuch nach Hause kam, geriet sie mit ihrem 21-jährigen Freund in Streit, in dessen Verlauf sich die beiden gegenseitig schlugen.

 Mehr Arbeit bescherten der Erlanger Polizei und ihren Unterstützungskräften uneinsichtige Verkehrsteilnehmer, die trotz deutlicher Alkoholisierung am Straßenverkehr teilnahmen.

So wurden in der Nacht drei Radfahrer aufgrund starker Schlangenlinien kontrolliert. Im Zuge der Kontrollen wurden bei den Radfahrer Promillewerte von 1,5 bis 1,9 Promille festgestellt. Nach durchgeführten Blutentnahmen konnten die Radfahrer ihren Weg zu Fuß fortsetzen.

 Gegen 21:00 Uhr versuchte ein 20-jähriger aus dem Landkreis Forchheim mit seinem Pkw von der Ebradstraße kommend auf den Fußgängerweg zum Bürgermeistersteg zu fahren. Als ihn mehrere Passanten auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen wollten, fuhr er diese beinahe an. Mehrere Personen konnten sich nun durch einen Sprung zu Seite retten. Anschließend versuchte der 20-Jährige sein Fahrzeug zu wenden und stieß dabei gegen eine Straßenlaterne, einen Baum und ein abgestelltes Fahrrad. Den Passanten gelang es die Weiterfahrt des jungen Mannes zu unterbinden und die Schlüssel aus dem Zündschloss zu ziehen. Anschließend verständigten sie die Einsatzkräfte, die bei dem 20-Jährigen einen Atemalkohol von rund 2,00 Promille feststellten. Nach Sicherstellung seines Führerscheines und einer Blutentnahme wurde der 20-Jährige seiner Familie übergeben. 

Nach Abschluss der Maßnahmen mussten die Beamten dann noch feststellen, dass ein unbekannter Täter den während der Unfallaufnahme am Bürgermeistersteg unbeaufsichtigt abgestellten Streifenwagen mutwillig beschädigt hatte. Täterhinweise hierzu liegen nicht vor. Am Streifenwagen entstand ein Sachschaden von rund 400 €.

 Kurz vor Mitternacht hielten Beamte der Erlanger Polizei in der Dechsendorfer Straße einen roten Daimler Benz an. Im Zuge dieser Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Fahrer erst 16 Jahre alt und nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis sein konnte. Darüber hinaus war der 16-Jährige Erlanger auch mit 1,00 Promille sichtlich alkoholisiert und hatte das Fahrzeug ohne Wissen seiner Großmutter gefahren. Nach der Sachbearbeitung wurde der junge Mann seiner verständigten Großmutter mit entsprechenden Belehrungen anvertraut.

 Darüber hinaus fielen – trotz der hohen Besucherzahlen am Berg und in der Innenstadt – lediglich drei Jugendliche auf, die erheblich alkoholisiert und desorientiert waren. Diese wurden auf Grund der hohen Alkoholwerten von rund 2.00 Promille dem Rettungsdienst bzw. ihren Eltern übergeben.

 Im Fazit kann von einem ruhigen „Bergauftakt“ im Stadtgebiet Erlangen gesprochen werden.

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