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FAU: „Endokrinologische Tumortherapie mit höchster Qualität“

„Endokrinologische Tumortherapie mit höchster Qualität“

Weltweit führende Expertin für Neuroendokrine Tumorerkrankungen übernimmt Leitung der Erlanger Endokrinologie

Prof. Dr. Marianne Pavel, eine weltweit anerkannte Spezialistin für das Fachgebiet der hormonbildenden Tumoren und zuletzt tätig an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, übernimmt zum 2. Mai 2017 die Leitung der Endokrinologie in der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie (Direktor: Prof. Dr. Markus F. Neurath) des Universitätsklinikums Erlangen. Gleichzeitig besetzt sie eine W3-Professur an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Prof. Pavel ist seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Neuroendokrinen Tumorerkrankungen klinisch und wissenschaftlich aktiv. Neuroendokrine Tumoren sind gutartige oder bösartige Geschwülste, die überwiegend im Gastrointestinaltrakt, aber auch in der Lunge und zahlreichen anderen Organen auftreten. Ein Teil dieser Tumoren bildet Hormone und kann dadurch spezifische Symptome verursachen. Oft sehr klein, bleiben die Tumoren jedoch häufig jahrelang unbemerkt. Außerdem sind sie aufgrund der ungewöhnlichen oder wenig charakteristischen Beschwerden schwierig zu entdecken, und werden daher häufig auch erst in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. „Die Diagnose steht oft am Ende einer langen Suche, welche die Patienten von Arzt zu Arzt führt“, sagt Prof. Pavel. Auch die Behandlung ist komplex – oft sitzen die Tumoren in der Leber oder der Lunge, seltener auch an schwer zugänglichen Stellen im Bauchraum.

Aufgrund häufiger Absiedlung in die Leber und hormoneller Aktivität erfordern diese Erkrankungen eine komplexe interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung. Am Universitätsklinikum Erlangen möchte Prof. Pavel jetzt neue Methoden zur Früherkennung neuroendokriner Tumoren etablieren. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit vielen Fachgebieten, die in Erlangen besonders kompetent vertreten sind, z. B. mit den Spezialisten aus der Radiologie, der Nuklearmedizin und diversen operativen Fächern, von der Allgemein- bis zur Neurochirurgie. Diese vertrauensvolle Kooperation gibt uns in Erlangen die Möglichkeit, Patienten besonders effektiv und gleichzeitig schonend zu behandeln.“

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Prof. Pavel hat federführend exzellente klinische Studien zur Erforschung neuer Medikamente bei diesen seltenen Tumoren durchgeführt. Ihr Ziel ist es, in jedem Einzelfall eine endokrinologische Tumortherapie mit höchster Qualität zu erreichen. „Mir ist es besonders wichtig, für jeden Einzelfall die passende, auf den Patienten zugeschnittene Diagnostik und Therapie – oft als „personalisierte Medizin“ bezeichnet – und innovative Behandlungen anzubieten“, so Prof. Pavel. Die Vorzüge des Standorts, einschließlich der exzellenten wissenschaftlichen Infrastruktur und der guten Arbeitsbedingungen am Universitätsklinikum, haben bei der Entscheidung, nach Erlangen zu wechseln, eine wichtige Rolle gespielt. Das hiesige Umfeld kennt die Medizinerin gut: Bereits von 1992 bis 2007 war sie am Uni-Klinikum Erlangen tätig, hat dort ihre Ausbildung zur Internistin und Endokrinologin absolviert, und kehrt somit nun an ihre alte Wirkungsstätte zurück.

„Das bestehende Spektrum der Endokrinologie – mit den Schwerpunkten Schilddrüse, Hypophyse, Knochenstoffwechsel und Diabetes – wird mit Professor Pavel um den wichtigen Sektor der neuroendokrinen Tumoren erweitert. Dies ermöglicht eine umfassende Betreuung aller endokrinologischen Patienten am Universitätsklinikum Erlangen“, freut sich Prof. Neurath.

In den vergangenen zehn Jahren war Prof. Pavel als Oberärztin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin tätig und hat dort den Schwerpunkt Neuroendokrine Tumoren geleitet sowie stellvertretend das Stoffwechselzentrum geführt. Sie ist in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien aktiv, z. B. der Deutschen Krebsgesellschaft, dem Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), der European Neuroendocrine Tumor Society (ENETS) und der European Society of Medical Oncology (ESMO). Die Forscherin hat mehr als 100 wissenschaftliche Arbeiten in ausgewiesenen Journalen publiziert.

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