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Veranstaltungshinweise: Gentechnik, Menschenrechte und Schnuppertag Jurastudium

VERbot oder GEbot der neuen Genschere?

Öffentliches Streitgespräch am 13. Februar, 19.30 Uhr, Wassersaal der Orangerie, Schlossplatz 1, Erlangen

Gezielte Eingriffe in das menschliche Genom waren lange Zeit reine Utopie und ethische Diskussionen über mögliche Chancen und Risiken bloßes Gedankenspiel. Als es chinesischen Forschern 2015 mithilfe neuer Technologien gelang, gezielt Keimbahnzellen in menschlichen Embryonen zu manipulieren, änderte sich diese Situation schlagartig: Die zuvor abstrakte ethische Reflexion im Bereich der Wissenschaften wurde zur konkreten ethisch-rechtlichen Debatte innerhalb von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Da die neue Generation der Gene-Editing-Technologien wie z.B. CRISPR/Cas das menschliche Genom im Vergleich zu früheren Methoden präzise, einfach und kostengünstig verändern kann, eröffnen sich einerseits vielversprechende Möglichkeiten für die Linderung, Heilung und Verhinderung von genetisch bedingten, schwerwiegenden Krankheiten. Andererseits birgt sie auch große Gefahren durch unvorhersehbare Sicherheitsrisiken, die sich bei einem Eingriff in die menschliche Keimbahn nicht nur auf ein Individuum, sondern auch auf zukünftige Nachkommen auswirken würden. Dazu kommen ernste Bedenken, dass sich die Technologie vom präventiven und therapeutischen in den umstrittenen Bereich des Enhancements ausweiten könnte.

Am 13. Februar diskutieren Prof. Dr. Peter Dabrock, evangelischer Theologe, Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie II (Ethik) der FAU und Vorsitzender des Deutschen Ethikrats, und Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher, analytischer Philosoph, Emeritus der Heinrich Heine Universität Düsseldorf und Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer, die ethische Bewertung dieser Chancen und Risiken. 

 

Diskussionsrunde zu Menschenrechten: Trump, Putin, Erdogan … und bei uns?

Dienstag, 14. Februar, 18.00 Uhr, Audimax, Bismarckstraße 1, Erlangen

Ob Trump in den USA, Putin in Russland oder Erdogan in der Türkei: In immer mehr Ländern lässt sich ein Trend zu neuen autokratischen oder totalitären Herrschaftsstilen beobachten. Sie ignorieren die Gewaltenteilung, stellen die Meinungsfreiheit in Frage und setzen sich sowohl über ihre eigenen Verfassungen als auch internationale Abkommen hinweg. 

Aber auch bei uns, in Deutschland und der EU stehen die Menschenrechte in Zeiten des Erstarkens neonationaler und konservativer Bewegungen und mit Blick auf den Kampf gegen den Terrorismus oder die Behandlungen von Flüchtlingen unter Druck. 

Wie steht es in dieser Zeit um die Menschenrechte – vor allem um deren zentrales Anliegen, alle Menschen in ihrer Würde zu achten und Diskriminierungen zu unterbinden? Welche internationalen Schutzmechanismen gibt es? Genügen bestehende Normen und Institutionen oder müssen wir den Menschenrechtsschutz neu denken? Erleben wir derzeit gar, dass unausgesprochene Prämissen des internationalen Menschenrechtsschutzes wegbrechen?

Um diese und ähnliche Fragen dreht sich eine Diskussionsrunde am Dienstag, 8. Februar, um 18.00 Uhr an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU): Die beiden Menschenrechtsexperten Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt und Prof. Dr. Markus Krajewski diskutieren dabei nicht nur miteinander, sondern laden auch das interessierte Publikum ein, sich an dem Gespräch zu beteiligen

Veranstaltung: Jura studieren für einen Tag

Freitag, 17. Februar, 13.00 Uhr, Hörsaal C, Kochstraße 4, Erlangen 

Unter dem Motto „Jura – Uni und du“ lädt der Fachbereich Rechtswissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) Studieninteressierte sowie deren Eltern zu einem kostenfreien Schnuppertag am Freitag, 17. Februar, ein. Auf die Besucher warten einen Nachmittag lang Tipps rund ums Jurastudium, Informationen zu Berufsfeldern für Juristen sowie eine Schnuppervorlesung. 

Das Programm im Detail: 

13.15 – 14.15 Uhr

Begrüßung und Einführung in das Studium der Rechtswissenschaften

Prof. Dr. Hans Kudlich, Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und  Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie

14.15 – 15.45 Uhr

Schnuppervorlesung Strafrecht

Prof. Dr. Christian Jäger, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschafts- und Medizinstrafrecht

16.00 – 16.45 Uhr

Vorstellung des Berufsfelds „Jura“ durch Praktiker 

16.45 – 17.00 Uhr

Feedbackrunde und Ausgabe der Teilnahmebescheinigungen 

Eine Anmeldung für den Schnuppertag ist unter jura-studienberatung@fau.de möglich, die Zahl der Plätze ist begrenzt. Informationen zum Jurastudium an der FAU sind außerdem unter www.jura.rw.fau.de/studium zu finden.

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