//
du liest...
Allgemein, Aus dem Netz gefischt

Moore: Warum Trump gewinnen wird

Der linke Filmemacher Michael Moore hat in seinem neuen Film „TrumpLand“
versucht, die Wählerschaft des Milliardärs darzustellen. Das Ergebnis ist so erstaunlich offen wie erwartbar.

Eine glühende Anklage der  Armen, der Abgehängten, der Mundtot gemachten gegen die globalen und lokalen Eliten, die Politik, die Wirtschaft, die Medien, die Kulturindustrie.

Aber lesen und hören Sie selbst:

MICHAEL MOORE: I know a lot of people in Michigan that are planning to vote for Trump and they don’t necessarily like him that much, and they don’t necessarily agree with him. They’re not racist or rednecks, they’re actually pretty decent people, and so after talking to a number of them I wanted to write this:

‚Donald Trump came to the Detroit Economic Club and stood there in front of Ford Motor executives and said, „if you close these factories as you’re planning to do in Detroit and build them in Mexico, I’m going to put a 35% tariff on those cars when you send them back and nobody’s going to buy them.“

It was an amazing thing to see. No politician, Republican or Democrat, had ever said anything like that to these executives, and it was music to the ears of people in Michigan and Ohio and Pennsylvania and Wisconsin — the „Brexit“ states.

You live here in Ohio, you know what I’m talking about. Whether Trump means it or not, is kind of irrelevant because he’s saying the things to people who are hurting, and that’s why every beaten-down, nameless, forgotten working stiff who used to be part of what was called the middle class loves Trump. He is the human molotov cocktail that they’ve been waiting for. The human hand grande that they can legally throw into the system that stole their lives from them.

And on November 8, Election Day, although they lost their jobs, although they’ve been foreclose on by the bank, and next came the divorce and now the wife and kids are gone, the car’s been repoed, they haven’t had a real vacation in years, they’re stuck with the shitty Obamacare Bronze Plan where you can’t even get a fucking percocet. They’ve essentially lost everything they had, except one thing — the one thing that doesn’t cost them a cent, and is guaranteed to them by the American constitution: the right to vote.

They might be penniless, they might be homeless, they might be fucked over and fucked up it doesn’t matter, because it’s equalized on that day – a millionaire has the same number of votes as the person without a job: one.

And there’s more of the former middle class than there are in the millionaire class.

So on November 8, the dispossessed will walk into the voting booth, be handed a ballot, close the curtain, and take that lever or felt pen or touchscreen and put a big fucking X in the box by the name of the man who has threatened to upend and overturn the very system that has ruined their lives: Donald J. Trump.

They see that the elite who ruined their lives hate Trump. Corporate America hates Trump. Wall Street hates Trump. The career politicians hate Trump. The media hates Trump, after they loved him and created him, and now hate.

Thank you media: the enemy of my enemy is who I’m voting for on November 8.

Yes, on November 8, you Joe Blow, Steve Blow, Bob Blow, Billy Blow, all the Blows get to go and blow up the whole goddamn system because it’s your right. Trump’s election is going to be the biggest fuck ever recorded in human history and it will feel good.

Übersetzung:

„Ich kenne einen Haufen Leute in Michigan, die vorhaben, für Trump zu stimmen, und sie mögen ihn gar nicht mal so sehr, noch sind sie unbedingt seiner Meinung. Sie sind keine Rassisten oder Rednecks, sie sind eigentlich ziemlich anständige Leute, und nachdem ich mit einigen von ihnen gesprochen habe, möchte ich dies hier schreiben.

Donald Trump kam zum Detroit Economic Club und stand dort vor den Managern von Ford Motor und sagte: „Wenn Sie diese Fabriken in Detroit schließen, wie es Ihr Plan ist, und sie in Mexiko neu aufbauen wollen, dann werde ich diese Autos mit einer Zollsteuer von 35% belegen, wenn Sie sie zurückschicken, und niemand wird sie kaufen.“ Das war eine erstaunliche Szene. Kein Politiker, ob Republikaner oder Demokrat, hat diesen Managern jemals irgendetwas Vergleichbares gesagt, und es klang wie Musik in den Ohren der Menschen in Michigan und Ohio und Pennsylvania und Wisconsin – den „Brexit“-Staaten.

Sie leben hier in Ohio, Sie wissen, wovon ich spreche. Ob es Trump nun ernst meint oder nicht, ist eher irrelevant, weil er diese Dinge zu Menschen sagt, die leiden, und darum liebt jeder niedergeschlagene, namenlose, vergessene Malocher, der einmal Teil dessen war, was man die Mittelschicht nannte, Trump. Er ist der menschliche Molotow-Cocktail, auf den sie gewartet haben; die Handgranate in Menschengestalt, die sie legal auf das System schmeißen können, das ihnen das Leben gestohlen hat.

Und nun kommt der 8. November. Obwohl sie ihre Jobs verloren haben, obwohl die Bank eine Zwangsvollstreckung angeordnet hat, danach kam die Scheidung, und nun sind die Frau und die Kinder weg, das angezahlte Auto mußte zurückgegeben werden, und sie hatten seit Jahren keinen richtigen Urlaub mehr, stecken im beschissenen Bronze-Plan der Obamacare fest, wo man nicht einmal ein verdammtes Percocet (Schmerzmittel) bekommen kann… sie haben im Grunde alles verloren, was sie hatten, außer einer Sache, die sie keinen Cent kostet und die ihnen von der Verfassung garantiert wird: das Recht zu wählen.

Sie mögen mittellos, sie mögen obdachlos sein, sie mögen verarscht und abgefuckt sein, das ist alles egal, denn an diesem Tag sind alle gleich – die Stimme eines Millionärs zählt genausoviel wie die eines Menschen ohne Job: als eine einzige. Und es gibt mehr davon in der ehemaligen Mittelschicht als in der Schicht der Millionäre. Darum werden die Enteigneten am 8. November in das Wahllokal gehen, einen Stimmzettel bekommen, den Vorhang zuziehen, und mit diesem Knopf oder Filzstift oder Tastbildschirm ein scheißgroßes Kreuz in das Kästchen machen, das den Namen jenes Mannes trägt, der gedroht hat, genau das System umzukrempeln und geradezubiegen, das ihr Leben ruiniert hat: Donald J. Trump. 

Sie sehen, daß die Eliten, die ihr Leben ruiniert haben, Trump hassen. Das Amerika der Konzerne hasst Trump. Die Wall Street hasst Trump. Die Karrierepolitiker hassen Trump. Die Medien hassen Trump, nachdem sie ihn geliebt und geschaffen haben und nun hassen. Danke, Medien: Der Feind meines Feindes ist derjenige, den ich am 8. November wählen werde.

Ja, am 8. November, da werdet ihr, Joe Blow, Steve Blow, Bob Blow, Billy Blow, all die Blows werden losziehen und das ganze gottverdammte System in die Luft blasen, weil das euer Recht ist. Die Wahl Trumps wird zum größten „Leckt mich am Arsch!“ in den Annalen der Menschheitsgeschichte werden, und es wird sich gut anfühlen.

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: